Das Programm „Agrisolare 2026“, Teil des italienischen Aufbau- und Resilienzplans (PNRR), bietet landwirtschaftlichen Betrieben einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 80 % der förderfähigen Kosten für die Installation von Photovoltaikanlagen. Die Anlagen dürfen ausschließlich auf den Dächern bestehender landwirtschaftlicher Gebäude – etwa Scheunen, Lagerhallen, Schuppen und Gewächshäusern – errichtet werden. Durch den Verzicht auf Freiflächenanlagen schützt die Maßnahme wertvolle Agrarflächen vor der Belegung mit Solarmodulen.

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Eigenverbrauch: Landwirte werden dazu ermutigt, den erzeugten Strom direkt für betriebliche Zwecke vor Ort zu nutzen, beispielsweise für Bewässerung, Kühlung, Viehhaltung und Ernteverarbeitung. Überschüssige Energie kann zwar ins Netz eingespeist werden, doch der wesentliche finanzielle Vorteil ergibt sich aus der Senkung der Stromkosten. Für die Landwirte bedeutet dies deutlich niedrigere Energiekosten, ein minimales Investitionsrisiko dank des hohen Zuschussanteils sowie eine Wertsteigerung ihrer landwirtschaftlichen Gebäude.

Für Solarunternehmen sorgt Agrisolare 2026 für einen Nachfrageschub bei dachspezifischen Montagesystemen (aus Aluminium oder Stahl) sowie bei schlüsselfertigen Lösungen, die Planung, Installation und Netzanschluss umfassen. Damit zählt diese Initiative zu den attraktivsten und dynamischsten Förderprogrammen für Solarenergie in Europa; sie treibt die Nutzung sauberer Energie voran und schont gleichzeitig landwirtschaftliche Nutzflächen.
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